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  • Ludovica Bello

Was ich in meinem Leben will

"Was ich in meinem Leben will ist Einfühlsamkeit, ein Fluss zwischen mir und anderen, der auf gegenseitigem Geben von Herzen beruht" Marshall B. Rosenberg

Seit kürzer Zeit habe ich dank einer Freundin die gewaltfreie Kommunikation entdeckt. Als sie mir empfiehl, das Buch von Rosenberg zu lesen, fühlte ich mich beleidigt. Ich dachte, dass ich schon wohl ohne Gewalt mich ausdrücken konnte! Schließlich war meine Sprache doch nicht von Schimpfwörtern geprägt.

Nichtsdestotrotz entschied ich mich für die Hörbuch-Version und fing an, zuzuhören.

Ich kann vielleicht versuchen, mit Wörtern zu beschreiben, was dieses Buch jetzt für mich bedeutet.

Epiphanie. Offenbarung. Der Schlüssel, um mich selbst und die anderen Menschen zu verstehen.

Alles fängt an mit einer Frage an: „Bevorzugst Du, Recht zu haben oder zu kommunizieren?“. Ich habe mich tatsächlich „ertappt“ gefühlt.

Natürlich wollte ich Recht haben. Sturheit war schon immer eine meiner größten Eigenschaften. Aber nützte das? Stur zu sein? Warum?

Ich verstand etwas Grundlegendes: mein Stur-Sein-Wollen war nicht nur eine Behinderung, mit den anderen Menschen in Dialog zu treten, sondern auch mit mir selbst! Mein Selbst wurde von meiner Idee behindert, dass ich so und so (und zwar stur) war.

Ob diese Idee authentisch war, oder nicht, wurde meine nächste Frage. Um diese Frage zu beantworten habe ich etwas länger gebraucht 😉

Um zurück zum Thema Gewaltfreie Kommunikation (GFK) zu kommen, ich war hin und weg!

An sich ist die Struktur der GFK einfach, aber so hilfreich, um sich selbst und die andere zu verstehen, dass ich immer noch verblüfft bin!

Es fängt schlicht an: wir beobachten die Szene, ohne zu bewerten.

Easy? NOPE!! So schwierig! Mein ganzes Leben wurde ich von Vor- und Beurteilungen gesteuert. Sich von diesem Teil von sich selbst zu entfremden, um die Szene „von außen“ zu beobachten schien mir vorerst unmöglich.

Allerdings habe ich bemerkt, dass dieses Mich-von-den-Bewertungen-Entfremden eine Annäherung am anderen Menschen war.

Mein Kopf war leer von persönlichen Bewertungen und bereit, die Aussagen der anderen im Empfang zu nehmen.

Bewertungen und kommen von meinem Kopf, der alles beurteilt. Ich will aber mit meinem Herz reden und zuhören.

Mit dem Herz, sich dem anderen annähernd.


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